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Namensgeber dieser ersten CD mit Musik Mari Vihmands ist Hildegard von Bingens Gedicht «O edelstes Grün», von dem sich die Komponistin zu einem Werk inspirieren ließ, in dem nuancenreichste Klangfarben für die unendlichen Möglichkeiten der Schattierungen von Grün stehen. Diese Schattierungen des Klangs sind es, die die Musik der außergewöhnlichen jungen Komponistin estnischer Herkunft prägen und Hildegards Idee von «Grünkraft», der schöpferischen Lebenskraft, Musik werden lassen. Mari Vihmands Musiksprache wird häufig als poetisch und expressiv charakterisiert; gleichzeitig strebt sie in ihrer Musik nach einem Gleichgewicht zwischen emotionalen und rationalen Aspekten. Doch besonders wird Vihmands Musik durch fein ausgearbeitete klangliche Qualitäten gekennzeichnet. Ihr Stil ist feinfühlig, und der Detailarbeit widmet sie viel Aufmerksamkeit, sowohl im Bereich des Kolorits als auch in denen des Rhythmischen und Melodischen.
Pressestimmen «Im baltischen Raum scheinen die wichtigen Komponisten auf Bäumen zu wachsen. Nach Helena Tulve aus Estland jetzt Mari Vihmand. […] Die CD ‹O edelstes Grün› stellt hochgespannte, emotional dicht komponierte Kammermusik vor – in wechselnden Besetzungen für Cello, Klavier, Geige, Flöte und Gesang. Im Orchesterstück ‹Floreo› kann man sich an changeirenden, hin und her wogenden Klangbewegungen und -flächen berauschen, dass es eine Lust ist.» T.U. in «Fono Forum» 4/2009, Beste Wertung
«Neben Helena Tulve macht nun eine zweite Komponistin aus Estland mit fragilen Klangbildern auf sich aufmerksam. […] Die überblasend gewonnenen Obertöne der akustischen Reihe verwirbelt die Flöte in ‹Keeris› (2002) zu einer hochvirtuosen Solo-Szene. Tongirlanden, Trillerketten, Doppel- und Tripelzunge, Flatterzunge, Multiphonics, Atem- und Klappengeräusche sind der Stoff aufschäumender Flötenträume. […] Texte u. a. von Peter Härtling und einem Astronauten vor dem Start verwob sie zu einem hauchzart abgetönten Gesangszyklus über die Heimkehr der Engel, ‹Inglid tulevad tagasi› (2001). Die Timbrestudien der Estin sind bei ihren […] Landsleuten in allerbesten Händen.» Lutz Lesle in «Neue Zeitschrift für Musik» 2/2009
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